Mückenstiche jucken, natürlich auch auf den Malediven

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meg | YIP: 03.18.09 | Lizenz

Tipps zur Juckreiz-Linderung speziell auf den Malediven!

Hier lest Ihr nun die Ergänzung zu unserem Artikel Was Ihr über Mücken auf den Malediven wissen solltet. Was eigentlich jeder weiß, doch viele einfach nicht wahrhaben wollen… Den Hundertprozentigen Mückenschutz gibt es schlichtweg nicht. Was Ihr aber gegen den nervigen Juckreiz machen könnt, sollte Euch so ein kleines Mist-Vieh doch mal gepiesackt haben… lest Ihr jetzt.

Warum und wie Mücken stechen?

Im Gegensatz zu Wespen, Bienen oder ähnlichen Insekten, welche uns nur stechen wenn sie sich bedroht fühlen, besitzen Mücken keinen Stachel. Sie benutzen stattdessen ihre Mundwerkzeuge um uns zu piksen. Interessant ist auch, dass es ausschließlich das weibliche Mückenvolk auf uns abgesehen hat, da sie unser Blut zur Entwicklung ihrer Eier benötigen.

Das Ganze läuft dann in etwa so ab: Frau Mücke ist auf Erkundungsflug und furchtbar hungrig, da fällt ihr ein lecker riechender Menschen auf. Vorsichtig startet sie so gleich einen Versuch zu landen. Meist hat sie Glück und wird nicht bemerkt. Sie setzt sich also auf den Menschen und bohrt ihren Rüssel durch dessen Haut, um an sein Blut zu kommen. Dabei ritzt sie mit Hilfe kleiner Haken ein winziges Loch in die Haut ihres Opfers und spritzt anschließend Speichel in die Wunde. Dieser Speichel betäubt die Stelle vorerst und sorgt dafür, dass sich das Blut verflüssigt, damit die Mücke es überhaupt einsaugen kann und es nicht sofort wieder gerinnt.

So weit so gut… bis hier wäre die ganze Sache gar nicht weiter schlimm. Ehrlich gesagt kann ich auf die paar Tropfen Blut echt verzichten, würde sich im Nachhinein nicht immer dieser lästige Juckreiz einstellen 🙁

Warum jucken Mückenstiche überhaupt?

Das Geheimnis verbirgt sich in deren verdammtem Speichel. Für die Mücken wichtig, um ihnen die Aufnahme unseres Blutes überhaupt zu ermöglichen, beschert er uns, dass wir noch lange an den stechenden Plagegeist denken müssen. Das Problem – Ihr Speichel, enthält bestimmte Proteine, welche eine kleine allergische Reaktion in unserer Haut auslösen. Es kommt zu Rötungen, Schwellungen und eben zu diesem blöden, unangenehmen Juckreiz. Dabei wirken die Stiche von tropischen Mücken besonders störend, weil sie für unseren Körper ungewohnte Eiweiße enthalten. Jeder kennt diese kleinen juckenden Quaddeln, welche uns das Gefühl geben, wir müssten daran kratzen damit es aufhört. Doch genau das sollten wir nicht tun, damit wir aus dieser Reizung keine Entzündung werden lassen.

Was also können wir gegen diese unangenehmen Quaddeln unternehmen?

Das bekannteste und bestimmt älteste Mittel gegen den Juckreiz überhaupt ist sicherlich die Spucke. Ein Tropfen unseres eigenen Speichels soll dabei die betroffene Stelle anfeuchten und mit Hilfe von ein wenig Luft kühlen. Auch soll es helfen, wenn man mit dem Fingernagel ein Kreuz über den Stich eindrückt. Doch wir finden, dass diese beiden Methoden nur kurzzeitig Linderung verschaffen und daher eher als “Erste-Hilfe”-Maßnahme angesehen werden können, sollte man wirklich mal nichts anderes zur Hand haben.

Doch fängt man erst mal an zu recherchieren finden sich tatsächlich eine ganze Reihe toller und einfach zu beschaffende Hausmittel, die einem rasche Linderung verschaffen. Hier gehen wir natürlich nur auf solche ein, die sich auch auf den Malediven realisieren lassen:

  • Unser persönlicher Tipp: Unsere Reiseapotheke enthält grundsätzlich ein kleines Fläschchen “Kamillan” zur Wunddesinfektion. Ein wenig davon auf den Mückenstich getan, wirkt einerseits entzündungshemmend und beruhigend, andererseits wirkt der enthaltene Alkohol leicht kühlend und hilft so super gegen das Jucken. Bestens geeignet ist “Kamillan” natürlich auch, wenn man den Stich dann doch mal aufgekratzt hat.
  • Kühlen ist bei juckenden Qaddeln ja immer eine tolle Idee – Daher kann schon ein einfacher Eiswürfel oder auch eine kleine, gekühlte Wasser-Flasche o.ä. eine große Hilfe sein.
  • Oder aber Ihr macht Euch eine Art kühlenden Umschlag aus 1 Teil Essig und 2 Teilen kaltem Wassers. Fragt einfach in Eurem Guesthouse nach ein wenig Essig oder kauft Euch eine Flasche in einem der Inselshops. Zumindest in den etwas größeren Läden solltet Ihr schnell fündig werden.
  • Auch frisches Obst oder Gemüse kann Linderung verschaffen: So hilft zum Beispiel das Auflegen einer halbierten Zwiebel oder Knoblauchzehe gegen so ziemlich alle Arten von Insektenstiche, einschließlich derer von Mücken. Ihr schwefelhaltiger Saft wirkt antibakteriell und kühlt. Aber auch Zitronen- bzw. Limetten- oder einfache Gurkenscheiben kühlen, wirken der Reizung entgegen und stoppen so den Juckreiz.
  • Eine Mischung aus einem Teelöffel Salz und einer Tasse Wasser ist eine weitere Behandlungsvariante, man kann das Salz aber auch direkt auf der angefeuchteten Haut verteilen. Alternativ tut es übrigens genauso gut das Wasser in der Lagune rund um Eure Urlaubsinsel 😉 Salz beruhigt nämlich die Nervenzellen und desinfiziert.
  • Und hier nun ein ganz heißer Tipp: Legt einen erhitzten Teelöffel oder ähnliches auf die betroffene Stelle. Dabei sollte der Löffel auf 45 bis 50 Grad erwärmt werden, sprich Eure Haut sollte die Wärme gerade noch so aushalten können. Der Trick dabei, Hitze zerstört die im Mückenspeichel enthaltenen Proteine, die diese ganze Stich-Sache ja erst zu etwas so unangenehmen machen. Somit ist diese Methode die einzige, die das Problem an der Ursache packt und bekämpft. Wer Angst vor Verbrennungen durch das erhitzte Metall hat, kann auch auf ein elektrisches Gerät zurückgreifen, welches auf die gleiche Weise funktioniert und dabei immer die richtige Temperatur liefert. Dieser Stichheiler wirkt natürlich auch bei allen anderen Insektenstichen. Er soll sogar bei Vernesselungen durch Quallen helfen. Gerade ist mir noch eine weitere Alternative über den Bildschirm gelaufen – Dabei handelt es sich um ein zweiteiliges Tool aus Holz, welches ganz ohne Batterien auskommt und somit super umweltfreundlich ist. Die Hitze wird hier manuell erzeugt und den gleichen Effekt bringen, wie die elektronische Variante. Sollte jemand von Euch schon Erfahrungen mit diesem Stichlinderer gemacht haben, bitten wir Euch, diese mit uns zu teilen. Dazu bitte einfach einen Kommentar hinterlassen, Danke 😉

Fazit – Hilfe leicht gemacht

Ihr seht also, man braucht wirklich nicht viel, um lästig juckende Mückenstiche auf den Malediven zu behandeln. Eine Zitrone bzw. Limette, eine Zwiebel oder Knoblauch, eine Scheibe Gurke oder aber etwas Salz und auch Essig bekommt Ihr in jedem Guesthouse oder Shop. Meer-Salz-Wasser gibt es auch genug auf den Malediven und so ein Stichheiler oder kleines Fläschchen Kamillan nimmt nun wirklich nicht viel Platz in Eurem Gepäck ein. Hilfe ist somit überall und schnell griffbereit. Und zusammen mit unseren Tipps zur Vermeidung von Mückenstichen, unserer genialen Packliste und dem Artikel über den richtigen Sonnenschutz, steht Eurem Urlaub auf den Malediven nun wirklich nichts mehr im Wege.

Wen kümmern da schon ein paar Mücken 😉

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