Was Ihr unbedingt über Mücken auf den Malediven wissen müsst

Muecken Malediven
Oregon State University | Mosquito | Lizenz

Und wie Ihr Euch vor diesen Mini-Blutsaugern schützen könnt!

Vor Kurzem bat uns Philipp von wowplaces.de, ob wir nicht in einem Artikel Empfehlungen zum Schutz gegen Mücken auf den Malediven geben können. Das fanden wir interessant und dieser Aufgabe haben wir uns selbstverständlich gestellt. Wie auch schon zum Thema Sonnenschutz auf den Malediven, haben wir hier nun viel Wissenswertes für Euch darüber zusammengetragen.

Sind Mücken auf den Malediven ein Problem?

Ganz klar… NEIN!

Bis heute haben wir nur eine einzige wirklich schlechte Erfahrung mit Mücken auf einer Malediven Insel machen müssen. Besagte Insel wurde allerdings vorwiegend landwirtschaftlich genutzt, was mit Sicherheit ein Hauptgrund für die dort vorherrschende Mückenplage war. Außerdem stellten sich die dort angelegte Teiche als perfekte Brutstätte für Moskitos heraus.

Im Großen und Ganzen können wir Euch aber versichern, dass Mücken auf den Malediven kein übermäßiges Problem darstellen. Wir finden sogar, dass es auf den meisten Inseln weniger von diesen nervigen Stechinsekten gibt als in unserem heimischen Garten. 🙂 Schließlich sind für sie geeignete Brutgebiete (Süßwasser) auf den Malediven rar. Und dennoch… es gibt sie natürlich.

Vor allem während und kurz nach der Regenzeit treten Mücken auch auf den Malediven vermehrt auf. Genau wie ihre Verwandten hier in Europa, halten sich die maledivischen Blutsauger tagsüber eher versteckt. Die Sonne würde sie zu sehr aufheizen. Doch in der Dämmerung kommen die Biester raus und gehen auf Futtersuche… höchste Zeit vorzubeugen.

Was Mücken anzieht?

Jeder kennt sie ja diese kleinen, surrenden Plagegeister. Selten größer als 10 Millimeter, sind sie natürlich auch auf den Malediven anzutreffen. Und klar… die Mücken stechen nicht nur hier bei uns, auch auf den Malediven können diese kleinen Biester lästig werden. Und das ist für Leute wie mich, eine “wahre Freude”.

Wenn mein Mann und andere um mich herum verschont bleiben, liegt das meist nur daran, dass ich der Mückenmagnet schlechthin bin. 🙂 Kriechen die lästigen Viecher aus ihren Verstecken, merke ich es meist als erster. Doch woran liegt das?

Dass Mücken auf süßes Blut stehen, wurde wohl schon lange als Ammenmärchen entlarvt. Mein Blut ist schließlich nicht süßer als das anderer Menschen und doch scheine ich diese lästigen Insekten einfach magisch anzuziehen. Fakt ist, dass die Mücken auf den Malediven ihre “Opfer” auf die gleiche Weise aussuchen wie überall sonst auf der Welt. Wie sie das machen? Sie “erschnüffeln” uns! Ja Ihr habt richtig gelesen… Stechmücken suchen sich die Menschen nach ihrem Geruch aus.

In unserem Körperduft soll sogar die Info versteckt sein, welche Blutgruppe wir besitzen. So werden laut einer wissenschaftlichen Studie Menschen mit der Blutgruppe 0 doppelt so häufig gestochen wie Menschen mit Blutgruppe A. Wir können das allerdings nicht bestätigen. Denn ich habe Blutgruppe A und bekomme bestimmt dreimal so viele Stiche ab wie mein Mann mit Blutgruppe 0.

In den Augen eines Moskitos rieche ich also besonders gut. Was man glatt als Kompliment auffassen könnte, stellt sich für mich und meine Leidensgenossen allerdings als echtes Problem da. Ein schöner romantischer Abend im Freien kann da mal schnell jeglichen Reiz verlieren und oft bliebe einem nichts als die Flucht ins Innere eines Gebäudes.

Vorsicht vor den konventionellen Mitteln!

Ehrlich gesagt, halten wir uns mit dem Gebrauch von Anti-Mücken-Mitteln auch auf den Malediven sehr zurück. Doch manchmal geht es einfach nicht mehr anders, wenn man nicht die Flucht ergreifen oder “aufgefressen” werden möchte. Allerdings möchten wir Euch hier dringend von den allseits bekannten Mitteln abraten. Was der Grund dafür ist erläutere ich Euch gerne.

Mücken-Spiralen und Elektroverdampfer

Die meist grünen Spiralen auch Moscito-Coils genannt, werden für den “Draußen-Einsatz” verkauft. Diese Räucherspiralen werden angezündet und zum glimmen gebracht. So brennen sie dann ganz langsam ab. Elektroverdampfer dagegen werden für gewöhnlich in Räumen benutzt. Das sind kleine Stecker, die direkt in die Steckdose gesteckt werden und kontinuierlich eine Flüssigkeit verdampfen. In beiden Varianten sind Pyrethroide oder andere synthetische Insektizide enthalten. Diese Gifte sollen die Mücken bekämpfen, doch leider atmen auch wir dieses Zeug automatisch ein, wenn wir uns im Wirkungsradius dieser Mittel aufhalten. Lest hier das Pyrethroide nicht nur den Lästlingen schaden, sondern auch wir Menschen unsere Gesundheit durch das aufnehmen dieser Nervengifte gefährden.

Übrigens… Coils und vor allem diese Verdampfer-Stecker werden auf den Malediven auffallend gerne gegen Moskitos eingesetzt. In Eurem Hotel oder Guesthouse angekommen, solltet Ihr daher unbedingt alle Steckdosen kontrollieren und solltet Ihr fündig werden, lieber mal den Stecker ziehen 😉

Anti-Mückensprays

Die meisten der in der Werbung angepriesenen und gängigen Anti-Mückensprays und -lotions enthalten den Wirkstoff Di-Ethyl-Toluamid… kurz DEET. Das ist ein chemischer Insektenabwehrstoff… Ein weiteres Nervengas.

DEET wurde 1946 vom US-Militär für besonders mückenreiche Gebiete entwickelt und während des Vietnamkrieges erfolgreich getestet. Dies führte anschließend dazu, dass es auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Doch was die wenigsten wissen… DEET hat teils heftige Nebenwirkungen und kann sogar Hirnschäden hervorrufen. Nicht ohne Grund wird vom Gebrauch von DEET-haltiger Mückensprays bei Kleinkindern und während der Schwangerschaft dringend abgeraten.

Alles über den Wirkstoff DEET, seine Kontraindikationen und Nebenwirkungen lest Ihr in diesem Link.

Cactus Saft

Das amerikanische Produkt Kaktus Juice wird in Malediven-Foren oft als das Non Plus Ultra zur Abwehr von Mücken auf den Malediven angepriesen… Es gebe nichts besseres im Kampf gegen die kleinen Blutsauger! Der deutsche Vertreiber versichert auf seiner Website, das Produkt bestünde “nur aus natürlichen Substanzen“. Klar bin ich da neugierig geworden… hört sich schließlich alles echt toll an. Deshalb habe ich mir die Inhaltsstoffe dieses Mittels auch genauer angeschaut und bin… was soll ich Euch sagen… leider enttäuscht worden. 🙁

Denn Cactus Juice enthält neben den natürlichen Inhaltsstoffe wie z.B. Cactus-Extract, Tangerine Oil, Geranium Oil oder Vanilin, leider auch Substanzen wie Mineral Oil USP, Propylene Glycol, Diazolidinyl Urea, Methyl Paraben und Propyl Paraben, sowie Triethanolamine. Leber- und nierenschädigende sowie krebserregende Stoffe von denen wir lieber die Finger lassen sollten.

In diesem Link und in diesen über Triethanolamine, findet Ihr die Side Effects dieser und anderer in Kosmetik enthaltener Schadstoffe.

Wir lehnen die oben erwähnten Mittel grundsätzlich wegen ihrer synthetisch-chemischen Inhaltsstoffe und ihrer schädlichen Wirkung auf die Gesundheit des Menschen ab. Doch zum Glück gibt es gute natürliche Alternativen. 🙂

Wie Ihr Euch Mücken auf den Malediven am besten vom Leib haltet!

Wie bereits erwähnt ist es unser Geruch, der die Mücken auf den Malediven auf unsere Fährte lockt. Deswegen scheint es mir auch am logischsten zunächst genau hier anzusetzen. Auf den Malediven herrschen ja bekanntlich konstante 28 °C und ein eher feucht warmes Klima. Dementsprechend schwitzen wir natürlich auch… der eine mehr der andere weniger. Doch dieser Schweiß verstärkt auch unseren körpereigenen Geruch und macht uns somit nur noch attraktiver für die unliebsamen Stechrüssler. Daher machen wir es wie die Malediver. Die haben nämlich eine Angewohnheit, die ihnen auch die Mücken etwas vom Leib hält… mehrmals täglich Duschen. Am besten tut Ihr das nur kurz mit Wasser ohne Duschgel oder Seife, damit Eure Haut bei der Häufigkeit nicht zu sehr austrocknet. Ich weiß das klingt zu einfach, doch das Wegwaschen des eigenen Körperduftes ist der erste Schritt zu einem entspannten Abend auf den Malediven.

Parfum vs. Öl

Apropos Geruch… Ihr solltet unbedingt auf blumig oder fruchtig riechende Parfüms verzichten. Solche Duftstoffe, versteckt in Parfüms, Deos, Duschgels, Körperlotions, Cremes, Weichspüler u.s.w. ziehen Mücken nämlich ebenfalls an. Statt dessen empfiehlt es sich, auf ätherische Bio-Öle zurückzugreifen die Citronella, Zitronen-Eukalyptus, Zimt, Rosmarin, Zitronengras, Zeder, Pfefferminze, Nelke, Duftgeranie, Teebaum und vor allem Neemöl enthalten.

Auch könnt Ihr diese Öle mit Hilfe einer Duftlampe verdampfen oder Euch einfach damit einreiben. Bei letzterem ist allerdings Vorsicht geboten, schmiert Euch bitte nie unverdünnt mit ätherischen Ölen ein. Als Faustregel gilt: 4-5 Tropfen ätherisches Öl auf 50 ml Basisöl. Als solches eignet sich zum Beispiel biologisches Oliven-, Jojoba- oder Kokosöl. Wobei Leute mit empfindlicher Haut Ihre Mischung immer erst einmal auf einer kleinen Hautstelle nach Verträglichkeit testen sollten.

Bio-Kokosöl ist im Übrigen schon alleine ein recht guter Mückenschutz. Die darin enthaltene Laurinsäure (eine Fettsäure) wirkt abschreckend auf viele stechende Tiere… so auch auf Moskitos. In Verbindung mit ätherischen Ölen wird diese Wirkung dann nochmals verstärkt. Vor allem eine Mischung aus Kokos- und Neemöl wird empfohlen, dessen Wirksamkeit in einer indischen Studie wissenschaftlich belegt wurde. Es gibt super einfache Rezepte, um sich dieses natürliche Mittel selbst zusammen zu mixen. Ich lege Euch dazu die unbedingte Lektüre dieses Artikels ans Herz.

Mücken finden uns übrigens auch durch das von uns ausgestoßene Kohlendioxid. Daher kommt der Rat, dass das Abbrennen von Kerzen das Stechzeug von uns Menschen ablenken können soll. Hier muss ich gestehen, dass wir das selbst noch nicht ausprobiert haben und daher keine Garantie auf Wirksamkeit geben können.

Der nächste simple Hinweis ist: Tragt lange Klamotten. Eigentlich ganz logisch… weniger nackte Haut, weniger Angriffsfläche für die maledivischen Plagegeister. Eure Wahl sollte dabei auf helle Kleidung fallen. Der Grund hierfür ist, dass manche Mückenarten wie viele Insekten auf dunkle bunte Sachen fliegen. Auch sollten Eure Sachen nicht zu dünn sein und nicht zu eng am Körper anliegen. Super eignen sich zum Beispiel helle Leinen-Sachen, denn Leinen ist nicht zu warm sondern locker, leger und derb… so können die Biester mit Ihren Stechrüsseln nicht bis zu Eurer Haut vordringen.

Selbstverständlich gibt es auch wirksame naturkosmetische Pendants zu Anti-Mückensprays und Co. Sie alle wirken auf der Basis von den für die Stechlinge abschreckenden ätherischen Ölen (siehe oben). Diese überdecken Euren eigenen Körpergeruch und schützen Euch so auf ganz natürliche Art und Weise auch vor den maledivischen Stechinsekten. Bei Sprays und Lotions bitte beachten… Da der Duft der Öle mit der Zeit verfliegt, solltet Ihr Euren Schutz regelmäßig erneuern. In welchen zeitlichen Abständen das gemacht werden muss, kann leider nicht pauschalisiert werden, weil das von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängt. Gewöhnlich hält die Wirkung solcher Anti-Moskito-Mittel von 1 ½ bis zu 4 Stunden an. Bitte auch hier, sowie bei allen auf die Haut aufzutragenden Mitteln, erst einmal auf kleinen Stellen die Verträglichkeit testen.

Hier haben wir drei interessante Rezepte für Euch, mit deren Hilfe Ihr Euch Euer Mückenspray für die Malediven auf einfache Art und Weise selber herstellen könnt:

Die in diesem Artikel und den vorangegangen Links aufgezählten ätherischen Öle zum Verdampfen oder plus Kokosöl zum Einreiben, haben wir Euch hier noch einmal aufgelistet:

Für alle, die lieber auf gekaufte Sprays oder Lotions zurückgreifen möchten, haben wir hier eine kleine Auswahl an natürlichem Insektenschutz zusammengestellt:

Weiter natürliche Ideen die Stech-Viecher zu verjagen bzw. sich davor zu schützen:

Wichtig… aus Überzeugung schlagen wir Euch hier möglichst nur Bio zertifizierte Öle und Naturkosmetika zur Abwehr von Mücken auf den Malediven vor!

Tipps zur Juckreiz-Linderung speziell auf den Malediven!

Was eigentlich jeder weiß, doch viele einfach nicht wahrhaben wollen… Den Hundertprozentigen Mückenschutz gibt es schlichtweg nicht. Was Ihr aber gegen den nervigen Juckreiz machen könnt, sollte Euch so ein kleines Mist-Vieh doch mal gepiesackt haben… lest Ihr im nachfolgenden Teil. Denn Mückenstiche jucken, natürlich auch auf den Malediven!

Warum und wie Mücken stechen?

Im Gegensatz zu Wespen, Bienen oder ähnlichen Insekten, welche uns nur stechen wenn sie sich bedroht fühlen, besitzen Mücken keinen Stachel. Sie benutzen stattdessen ihre Mundwerkzeuge um uns zu piksen. Interessant ist auch, dass es ausschließlich das weibliche Mückenvolk auf uns abgesehen hat, da sie unser Blut zur Entwicklung ihrer Eier benötigen.

Das Ganze läuft dann in etwa so ab: Frau Mücke ist auf Erkundungsflug und furchtbar hungrig, da fällt ihr ein lecker riechender Menschen auf. Vorsichtig startet sie so gleich einen Versuch zu landen. Meist hat sie Glück und wird nicht bemerkt. Sie setzt sich also auf den Menschen und bohrt ihren Rüssel durch dessen Haut, um an sein Blut zu kommen. Dabei ritzt sie mit Hilfe kleiner Haken ein winziges Loch in die Haut ihres Opfers und spritzt anschließend Speichel in die Wunde. Dieser Speichel betäubt die Stelle vorerst und sorgt dafür, dass sich das Blut verflüssigt, damit die Mücke es überhaupt einsaugen kann und es nicht sofort wieder gerinnt.

So weit so gut… bis hier wäre die ganze Sache gar nicht weiter schlimm. Ehrlich gesagt kann ich auf die paar Tropfen Blut echt verzichten, würde sich im Nachhinein nicht immer dieser lästige Juckreiz einstellen 🙁

Warum jucken Mückenstiche überhaupt?

Das Geheimnis verbirgt sich in deren verdammtem Speichel. Für die Mücken wichtig, um ihnen die Aufnahme unseres Blutes überhaupt zu ermöglichen, beschert er uns, dass wir noch lange an den stechenden Plagegeist denken müssen. Das Problem – Ihr Speichel, enthält bestimmte Proteine, welche eine kleine allergische Reaktion in unserer Haut auslösen. Es kommt zu Rötungen, Schwellungen und eben zu diesem blöden, unangenehmen Juckreiz. Dabei wirken die Stiche von tropischen Mücken besonders störend, weil sie für unseren Körper ungewohnte Eiweiße enthalten. Jeder kennt diese kleinen juckenden Quaddeln, welche uns das Gefühl geben, wir müssten daran kratzen damit es aufhört. Doch genau das sollten wir nicht tun, damit wir aus dieser Reizung keine Entzündung werden lassen.

Was also können wir gegen diese unangenehmen Quaddeln unternehmen?

Das bekannteste und bestimmt älteste Mittel gegen den Juckreiz überhaupt ist sicherlich die Spucke. Ein Tropfen unseres eigenen Speichels soll dabei die betroffene Stelle anfeuchten und mit Hilfe von ein wenig Luft kühlen. Auch soll es helfen, wenn man mit dem Fingernagel ein Kreuz über den Stich eindrückt. Doch wir finden, dass diese beiden Methoden nur kurzzeitig Linderung verschaffen und daher eher als “Erste-Hilfe”-Maßnahme angesehen werden können, sollte man wirklich mal nichts anderes zur Hand haben.

Doch fängt man erst mal an zu recherchieren finden sich tatsächlich eine ganze Reihe toller und einfach zu beschaffende Hausmittel, die einem rasche Linderung verschaffen. Hier gehen wir natürlich nur auf solche ein, die sich auch auf den Malediven realisieren lassen:

  • Unser persönlicher Tipp: Unsere Reiseapotheke enthält grundsätzlich ein kleines Fläschchen “Kamillan” zur Wunddesinfektion. Ein wenig davon auf den Mückenstich getan, wirkt einerseits entzündungshemmend und beruhigend, andererseits wirkt der enthaltene Alkohol leicht kühlend und hilft so super gegen das Jucken. Bestens geeignet ist “Kamillan” natürlich auch, wenn man den Stich dann doch mal aufgekratzt hat.
  • Kühlen ist bei juckenden Qaddeln ja immer eine tolle Idee – Daher kann schon ein einfacher Eiswürfel oder auch eine kleine, gekühlte Wasser-Flasche o.ä. eine große Hilfe sein.
  • Oder aber Ihr macht Euch eine Art kühlenden Umschlag aus 1 Teil Essig und 2 Teilen kaltem Wassers. Fragt einfach in Eurem Guesthouse nach ein wenig Essig oder kauft Euch eine Flasche in einem der Inselshops. Zumindest in den etwas größeren Läden solltet Ihr schnell fündig werden.
  • Auch frisches Obst oder Gemüse kann Linderung verschaffen: So hilft zum Beispiel das Auflegen einer halbierten Zwiebel oder Knoblauchzehe gegen so ziemlich alle Arten von Insektenstiche, einschließlich derer von Mücken. Ihr schwefelhaltiger Saft wirkt antibakteriell und kühlt. Aber auch Zitronen- bzw. Limetten- oder einfache Gurkenscheiben kühlen, wirken der Reizung entgegen und stoppen so den Juckreiz.
  • Eine Mischung aus einem Teelöffel Salz und einer Tasse Wasser ist eine weitere Behandlungsvariante, man kann das Salz aber auch direkt auf der angefeuchteten Haut verteilen. Alternativ tut es übrigens genauso gut das Wasser in der Lagune rund um Eure Urlaubsinsel 😉 Salz beruhigt nämlich die Nervenzellen und desinfiziert.
  • Und hier nun ein ganz heißer Tipp: Legt einen erhitzten Teelöffel oder ähnliches auf die betroffene Stelle. Dabei sollte der Löffel auf 45 bis 50 Grad erwärmt werden, sprich Eure Haut sollte die Wärme gerade noch so aushalten können. Der Trick dabei, Hitze zerstört die im Mückenspeichel enthaltenen Proteine, die diese ganze Stich-Sache ja erst zu etwas so unangenehmen machen. Somit ist diese Methode die einzige, die das Problem an der Ursache packt und bekämpft. Wer Angst vor Verbrennungen durch das erhitzte Metall hat, kann auch auf ein elektrisches Gerät zurückgreifen, welches auf die gleiche Weise funktioniert und dabei immer die richtige Temperatur liefert. Dieser Stichheiler wirkt natürlich auch bei allen anderen Insektenstichen. Er soll sogar bei Vernesselungen durch Quallen helfen. Und im passenden Etui kann er auf den sicher überall mit hingenommen werden. Gerade ist mir noch eine weitere Alternative zum Löffel über den Bildschirm gelaufen – Dabei handelt es sich um ein zweiteiliges Tool aus Holz. Der Stichlinder kommt ganz ohne Batterien aus und ist somit super umweltfreundlich. Die Hitze wird hier manuell erzeugt und hat den gleichen Effekt, wie die elektronische Variante. Sollte jemand von Euch schon Erfahrungen mit diesem Stichlinderer gemacht haben, bitten wir Euch, diese mit uns zu teilen. Dazu bitte einfach einen Kommentar hinterlassen, Danke 😉 Unsere kürzlich gemachten Erfahrungen mit dem Stichlinderer aus Holz lest Ihr weiter unten in den Ergänzungen.
  • Und schon wieder sind wir über eine Variante zur Behandlung lästig juckender Mückenstiche gestolpert, welche wir Euch hier natürlich nicht vorenthalten möchten. Hierbei soll das Gift einfach aus den Stich gesaugt werden. Soweit die Theorie. Mit einer Art Mini-Vakumpumpe, welche aussieht wie eine Spritze mit austauschbaren Mini-Schröpf-Aufsätzen, soll das wohl auch ganz gut gelingen. Das Interessante an diesem kleinen Gerät ist außerdem, dass es auch bei Bienen-, Hornissen-, Wespen- und Skorpionstichen, sowie bei Schlangenbissen und Ausschlag verursachenden Pflanzen und Fischen helfen soll. Klingt für uns nach einem tollen Tropen-Begleiter. Eure Erfahrungen mit diesem Gerät schreibt uns bitte wie immer in die Kommentare.
  • Eine weitere Idee im Kampf gegen den Juckreiz sind sogenannte Gitterpflaster (Crosstapes) auch Akupunktur-Pflaster genannt. Sie sollen echte Wundermittel bei einer ganzen Reihe verschiedenster Beschwerden sein. Sie üben einen positiven Reiz auf die Haut aus, bringen Entlastung durch ganz leichtes anheben der Haut und helfen so Schmerzreize zu lindern. Wir finden diese Pflaster wirklich sehr interessant und werden sie sicher mal ausprobieren.

Fazit – Hilfe leicht gemacht

Ihr seht also, man braucht wirklich nicht viel, um lästig juckende Mückenstiche auf den Malediven zu behandeln. Eine Zitrone bzw. Limette, eine Zwiebel oder Knoblauch, eine Scheibe Gurke oder aber etwas Salz und auch Essig bekommt Ihr in jedem Guesthouse oder Shop. Meer-Salz-Wasser gibt es auch genug auf den Malediven und so ein Stichheiler oder kleines Fläschchen Kamillan nimmt nun wirklich nicht viel Platz in Eurem Gepäck ein. Hilfe ist somit überall und schnell griffbereit. Und zusammen mit unseren Tipps zur Vermeidung von Mückenstichen, unserer genialen Packliste und dem Artikel über den richtigen Sonnenschutz, steht Eurem Urlaub auf den Malediven nun wirklich nichts mehr im Wege.

Wen kümmern da schon ein paar Mücken 😉

Ergänzung

Als wir neulich von einem unserer Malediven-Trips zurück kamen, fanden wir in unserer Post einen Stichlinderer aus Holz. Super schick und sogar personalisiert mit Namens-Gravur. Herzlichen Dank an dieser Stelle an den Entwickler André Liebermann. Eine Weile musste sich unser Stichlinderer dann aber gedulden. Doch bereits auf unserer nächsten Malediven-Reise kam er regelmäßig zum Einsatz. Und… wir können nur bestätigen: Der Stichlinderer funktioniert einwandfrei. Die Hitze ist zwar im ersten Moment unangenehm, aber richtig angewandt hilft sie super gegen den Juckreiz. Und es geht echt einfach: Da das Tool so klein und leicht ist, hatte ich es immer bei mir. Per manueller Reibung erhitzt man ein kleines Metallplättchen, testet die Temperatur kurz an Handfläche und Lippe und dann kann es auch schon losgehen. Wir sind begeistert! Beide Daumen hoch von uns… mit klarer Kaufempfehlung.

Wir wünschen Euch nun noch viel Spaß beim Ausprobieren unserer vielen Tipps… Sowie einen Moskito-armen Malediven-Aufenthalt!

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